Elektro-Auto und Reisen

Wir sind dieses Jahr das erste Mal mit dem E-Auto auf Reisen, daher haben wir uns im Vorfeld schon unsere Gedanken gemacht. Für die Schweiz wurde im Vorfeld eine Vignette gekauft. Diese kann man rein digital für das Auto Nummernschild erwerben und muss nichts mehr ins Auto kleben. Für Frankreich braucht man in einigen Städten eine Umweltplakette, ähnlich wie bei uns. Diese haben wir vorab bestellt und sie hat nur 5,11 Euro gekostet.

Um im Ausland laden zu können, haben wir bei Tesla ein Abo(11,99 Euro) für einen Monat abgeschlossen. Damit haben wir die gleichen Preise wie mit einem Tesla. Das heißt von 0,16 Euro – 0,42 Euro pro kw ist nach Tageszeit alles möglich.

Da nicht jeder was mit kw anfangen kann: Wir verbrauchen im Haus pro Woche ca 55 kw an Strom. Pro kw zahlen wir so um die 0,30 Euro. Der Audi hat 77 kw, wobei man ja nicht alles verwendet, da der Akku nicht komplett leer und meist nicht auf 100% geladen wird. Die Zeit von 80% auf 100% beträgt oft genau so viel wie von 10% auf 80%.

Parallel haben wir noch das Audi Charge verwendet, was überall reibungslos funktioniert hat. Dort liegen die Preise je nach Anbieter bei 0,34 Euro und das höchste was wir genutzt haben bei 0,53 Euro.

Es ist auch immer zu empfehlen die Preise direkt mit Kartenzahlung zu prüfen. Bei Lidl und McDonalds, kann man für 0,35 Euro oder in der Happy Hour für 0,30 Euro laden. Dies haben wir auch ein paar mal so genutzt haben.

Durch die Dachbox verbrauchen wir etwas mehr. Das hat sich aber nur auf der Autobahn, bei 130km/h, bemerkbar gemacht. Wir haben die Dachbox so oft wie möglich runter genommen. Das lag aber nicht am Verbrauch, sondern, daran dass wir mit der Box 2,10 m hoch sind. Die meisten Parkplätze, ja auch die auf freiem Feld, haben eine Stange, einen Balken oder anderes und begrenzen dadurch die Höhe auf 1,90 m – 2m.

Fun Fact.. Wir haben einen Urlauber beobachtet der seine Box fast mit Gewalt bei 1,90m durchbekommen hat, ging für die Box nicht ganz so gut aus.

Eine Anschaffung haben wir für Frankreich noch gemacht3: wir haben uns über den ADAC eine Mautbox von Maut1.de zugelegt. Das können wir nur empfehlen. So oft, wie man eine Maut Station durchfährt, ist es Stressfrei und man hat keine Wartezeiten. Einfach vor die Schranke mit den „t“ Spuren fahren es gibt einen Ton, Schranke auf und weiter. Es gab sogar 30 hm/h Spuren, wo man nicht mal anhalten musste. Die Rechnung kann ich aber erst Später einsehen und werde hier mal Präsentieren.

Nun zu den Kosten:

Wir sind bis heute, ohne Rückreise. 4983 km gefahren. Anreise, Ausflüge inkl.

Ladekosten:

  • Tesla: 67,73 Euro
  • Audi: 278,17 Euro
  • Karte: 47,28 Euro

Summe: 393,18 Euro

Somit haben wir einen Verbrauch von 7,89 Euro auf 100 km. Ich bin mir nicht sicher ob wir das mit dem Diesel auch hingekommen hätten. Bei den aktuellen Benzinpreisen wird das jedoch schwer.

Als Fazit, kann ich nur sagen, dass die Reisen mit dem E-Auto nur minimal anders sind, wie mit dem Audi A4.

Ich habe die kw überschlagen und komme auf 961 kw Strom auf die Strecke. Sind somit ca 20 kw aud 100 km.

Bordeaux und Fort Louvois

Bordeaux stand am Mittwoch auf dem Plan (leider etwas kürzer, als eigentlich gewollt). Denn wir wollten uns die Stadt in Ruhe anschauen, jedoch war es dort zu heiß. Daher haben wir uns ein paar Sehenswürdigkeiten rausgesucht und sind dann wieder zurück gefahren. Die Stadt ist sehr schön und sie sollte ja fast jeder kennen, der schon mal in einem Weinhandel war. Wie viele andere Städte in Frankreich wirkt Bordeaux alt, aber doch charmant. Generell hat man hier den Eindruck, dass seit 1960 hier keiner mehr etwas umgebaut hat. Wenn man sich die modernen Dinge wegdenkt, könnte man hier an jeder Ecke einen Film in dieser Zeit drehen. Es hat jedoch seinen eigenen Charakter und wir fanden es sehr interessant und schön.

Auf dem Weg in die Unterkunft haben wir noch etwas frisches Obst eingekauft. Hier war alles sehr schön sortiert und die Farben vom Obst und Gemüse luden zum Kaufen ein.

Am nächsten Tag war mal wieder ein Reisetag (dieses Mal jedoch mit nur ca. 280 km Fahrtweg). Daher haben wir uns noch ein Zwischenziel rausgesucht, um auch noch eine Unternehmung zu machen:

Fort Louvois stand auf dem Plan. Vor Ort angekommen, sind wir in einen Hafen gelaufen. Die Mädels haben Fotos gemacht und ich habe mich umgesehen, um herauszufinden wie wir über das Wasser zum Fort kommen. Und was soll ich sagen? Ich habe jemand gefunden, der uns über das Wasser fahren kann. Wir haben uns mit Händen und Füßen verständigt, da er nur Französisch konnte. Aber wir haben uns verstanden.

Fort Louvois stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde durch König Ludwig dem XIV. Als Küstenschutz beschlossen.

Im Fort angekommen, wurde uns auf Englisch alles erklärt. Das ist hier nicht all zu oft der Fall. Eine Fremdsprache ist in der Schule kein Pflicht (wie bereits berichtet) und auch wegen dem Akzent ist die Hemmschwelle hier noch größer, eine andere Sprache zu sprechen. Wir hatten ja Angst davor uns garnicht verständigen zu können, jedoch können wir nicht schlechtes sagen. Wenn man das Gespräch mit einem „bonjour“ startet und lächelt, wurde uns immer geholfen. Sie reden dann zwar oftmals nur auf Französisch mit dir, aber sie helfen immer und sind freundlich. Wir schauen mal, ob das so bleibt.

Nach eine Weile kam ein Guide zu uns und fragte mich ob wir zurück laufen wollen. Ok.. mit Boot her und laufen zurück? Ich habe ihn angeschaut, dann gefragt wie lange er hier schon arbeitet und ob ihm das Wasser um uns herum nicht aufgefallen ist. Er hat uns erklärt, dass das Wasser in einer Stunde verschwindet und dann ein Weg aus Stein auftaucht, den man dann zurück laufen kann.

Wir haben uns dennoch für das Boot entschieden und ich durfte aufgrund von Platzmangel die Schiffsbrücke übernehmen.

Düne von Pilat und Arcachon

Dienstag haben wir uns die Düne von Arcachon angeschaut. Diese ist die höchste Wanderdüne von Europa. Doch für den Aufstieg waren, zum Glück, Treppen da, denn im Sand ist man einfach nicht voran gekommen. Runter ging es dann über die Treppe oder einfach durch den Sand.

Wir sind danach noch kurz nach Arcachon reingefahren und ein wenig an der Promenade entlang gelaufen. Und da die Stadt für ihre Austern bekannt ist, haben wir auch die probieren müssen.

Im Anschluss haben Sara und Nadine unseren kurzen Ladestopp vom Auto genutzt und waren shoppen. Der H & M ist hier so ordentlich sortiert, das hat richtig Spaß gemacht.

Am Donutstand riefen die Donuts uns zu: Nimmt uns mit. Und Tatsächlich haben wir uns für vier Donuts entschieden. Da es kurz vor Ladenschluss war, gab es vom Verkäufer noch zwei gratis dazu. So sind wir mit sechs bunten Donuts heim.

Na für welchen Donut hättet ihr euch entschieden?

Reise an die atlantische Küste

Nach ein paar sehr erholsamen Tagen geht es nun weiter an die Küste. Da es eine weite Strecke ist, hatten wir einen kompletten Reisetag. Nach über 500km, durften wir im Hotel für eine Nacht übernachten. Meine Frau hat an alles gedacht: Klimaanlage, Pool und Ladestation vor der Tür (Da wir mit dem Elektroauto die Tour machen, ein nicht ganz unwichtiges Detail – oder besser gesagt sehr bequem).

Am Abend haben wir ein chinesisches Restaurant aufgesucht, welches zu Fuß erreichbar war. Dort gab es alles was man so braucht und wir haben nichts unprobiert gelassen. Sara und Ich haben uns an die typischen chinesischen Gerichte gemacht, doch meine Frau ist ohne sich warm zu machen oder uns zu warnen mit Schnecken wieder gekommen.

Gut da war es dann vorbei. Und es ging von Fisch, über Fleisch zu den Froschschenkeln. Insgesamt war alles echt lecker und wir haben so eine große Auswahl selten gesehen.

Am nächsten Morgen mussten wir dann nur noch knapp 200 km fahren, daher sind wir es langsam angegangen. Frühstück war gegen 9:30 Uhr und dann hieß es Auto packen. Nach knapp einer Stunde erreichten wir unseren ersten Zwischenstopp: wir hatten uns ein Burg rausgesucht, um noch ein wenigs geschichtlich Unterhalten zu werden (und auch die Zeit zu überbrücken, denn Check In war nicht vor 15:00 Uhr).

Wir haben uns für eine Führung entschieden, jedoch auf französisch. Zum Glück haben wir jedoch jede Menge Lesestoff auf Deutsch bekommen. Bis kurz vor den Start, war kein Franzose dort und wir haben gehofft, dass die Führung doch noch auf Englisch stattfindet. Wir und ein Amerikaner mit seinem Kollegen waren dort. Doch dann, kurz vorher haben sich doch noch drei Franzosen gefunden und der Guide konnte seine Tour auf französisch starten. Zu unserem Glück konnte jedoch jemand aus der Gruppe beide Sprachen. So konnte er die Tour für alle anderen übersetzen. Alle Räume waren möbliert, da diese noch von den Besitzern bewohnt wird. Es war sehr interessant, und wir hatten Glück, dass die Burg durch Bestechung, Beziehungen und ein wenig Glück nie überfallen wurde und so toll erhalten werden konnte.

Kleines Highlight war die Küche, die wir fotografiert haben, obwohl Fotos nicht erlaubt waren.

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Am Abend wurde das Auto ausgeladen, wir waren noch einkaufen und haben gekocht. Da es knapp 39 Grad waren, wollte keiner mehr raus, wodurch wir den Tag gemütlich ausklingen lassen haben.