Tartu

Am Dienstag ging es in die Universitätsstadt Tartu. Tartu ist die zweitgrößte Stadt in Estland nach der Hauptstadt Tallin.

Vor dem Rathaus findet derzeit ein Freilichtkino statt. Ein Woche lang werden Liebesfilme gezeigt. Die Bestuhlung ist Corona conform. Zwischen jedem Pärchen ist immer ein Lücke.

Über den Marktplatz soll man sein Fahrrad schieben, darauf weist ein Schild hin. Warum das eine Katze darstellt, haben wir nicht heraus gefunden.

Anschließend ging es zum Dom von Tartu. Der Dom ist ein Wahrzeichen von Tartu. Heute ist ein Teil eine Ruine und ein Teil ist renoviert. Im renovierten Teil ist das Geschichtsmuseum der Universität drin.

Im Museum hängen u.a. Porträts der Rektoren der Uni, eine riesige Bibliothek kann man sehen und auch einen kleinen Raum zum ausprobieren für Kids gibt es.

In der Weißen Halle kann man mit einer virtuellen Brille sehen, wie es wahrscheinlich im Dom ausgesehen hat.

In der Bibliothek haben wir doch tatsächlich Harry Potters erstes Zimmer aus dem Teil Harry Potter und der Stein der Weisen gefunden.

Ein Blick in die Bibliothek

Auch deutsche Bücher standen hier

Im Experimente-Raum sollte man unter anderem den richtigen Kreislauf finden, damit eines von fünf Geräten funktioniert.

In diesem Museum gibt es auch den ältesten Fahrstuhl von Tartu um dieser funktioniert auch noch.

Anschließend ging es ins KGB-Museum bzw. ins KGB-Gefängnis. Das war klein aber hatte es in sich. Es war ein einem ganz normalen Wohnhaus unten im Keller. Alle Räume waren ohne Fenster. Die Dame an der Kasse hat ihre Rolle auch gut gespielt oder war es nicht mehr gespielt, weil sie jeden Tag in diesem Verlies saß?

Es war eine schmaler Flur und links und rechts waren Zellen. An den Türen sah man das Guckloch und die Futterluke.

Am Ende des Flurs stand eine uniformierte Figur. Sie war der Wächter der Zelle mit den vier Betten. Wenn man ihm zu nahe kam ging er an zu reden und man hörte den Herzschlag der gefangen. Zwischendrin wurden Türen geschlossen, man hörte jemand schreien und dann …..

….dann folgte ein gezielter Schuss und es war still. Wir wissen nicht ob es nachgespielt war oder eine Originalaufnahme. Das würde wir den Esten auch zutrauen.

Neben dem Vierbettzimmer gab es eine Isolationszelle. Mit einem Hinweisschild was der Gefangene an Essen und trinken bekam. 5-10 Tage war man hier eingesperrt auf 0,8 qm. Man bekam immer im Wechsel: am ersten Tag 500 ml Wasser, am zweiten Tag 500 ml Wasser und am dritten Tag Suppe und Brot

Dann gab es da noch das Verhörzimmer mit dem Stuhl, wo man gefesselt wurde. In der Vitrine lagen dann Instrumente, die man beim Verhör einsetzte und Pistolen waren ausgestellt.

Es war schaurig.

Danach hatten wir gegen 15 Uhr einen Termin in Tartu. Sara musste zum PCR-Test, denn Donnerstag beginnt die Rückreise. Das Labor wo wir waren, war super, die Leite waren alle freundlich und Sara durfte sich aussuchen, ob sie Gurgeln möchte oder den Test in der Nase. Sie hat sich fürs Gurgeln entschieden.

Anschließend ging es wieder in die Stadt. Tartu macht jedes Jahr für 4 Wochen zwei Hauptstraßen dicht und es finden dort Attraktionen für Kinder, aber auch Erwachsene statt.

Den Botanischen Garten haben wir uns auch angeschaut. Der Garten war sehr gepflegt.

Im Rosengarten gab es unter anderem auch Rosen aus Deutschland, die haben aber alle nicht geblüht.

Auch eine Sara Rose gab es.

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