Obdachlos?

Mittwoch morgen. Denny und ich waren seit vier Uhr wach. Um neun sollte es Frühstück geben. Tja was um neun nicht da war, war das Frühstück. Kurz vor halb zehn stellte Jelena uns es vor die Tür. Wir waren gespannt, denn es sollte ja der Ausgleich zur Unterkunft sein.

Die Gabeln haben wir in Wasser abgekocht.

Nach dem reichhaltigen Frühstück packten wir alles ins Auto. Wir hatten ja bis drei Zeit. Also fuhren wir nach Riga. Wir suchten uns einen bewachten Parkplatz, denn wir hatten alle Habseligkeiten im Auto.

Als erste ging es in eine Kirche. Vom Kirchturm hätte man ein tollen Blick über Riga.

Nachdem wir uns einen Stadtplan besorgt hatten, entdeckten wir diesen Kerl

Es ist der Riga-Bär.
Tauben wie in Venedig

Auf einmal standen wir in einer mittelalterlichen Gasse.

Ein große Holztür führte in einen Keller. Alles war mit Kerzen 🕯 ausgestellt. Elektrisches Licht gab es nicht.

Wir waren in einem mittelalterlichen Restaurant. Es hat geschmeckt, obwohl man teilweise nichts erkannt hat.

Anschließend hatten wir noch eine Stunde und die wollten wir nutzen, um den Dom zu besichtigen.

Der Dom von außen
Die Orgel
Im Innenhof
Der Kreuzgang

Danach ging es zurück zum Auto. Jetzt stieg die Spannung. Im Auto besprachen wir noch, was wir machen, wenn die Unterkunft uns nicht gefällt.

Wie könnte sie aussehen. So?

Oder so?

Es sollte alles anders kommen.

Wir saßen also im Auto es war fünf vor drei. Das Telefon klingelte. Es war Mr. V . Er teilte uns mit, dass er erst um vier kommen wird. Wir waren verwirrt. Was hatte das zu bedeuten? Also warteten wir eine Stunde.

Dann kam er. Er erwähnte kurz, das die Unterkunft gerade noch gereinigt wird. Dann sollten wir ihm folgen.

Wir entfernten uns noch mehr von unserem eigentlich Urlaubsort. Nach gefühlten fünf Stunden (es waren dann doch nur 10 Minuten) sind wir angekommen. Wir standen vor einem großem Haus. Draußen wehte die die Fahne von Lettland 🇱🇻 und der EU. Mr. V stand vor dem Eingang. Es kam ein kleiner Mann mit wenig Zähnen. Sie diskutieren. Was? Das haben wir nicht verstanden. Der kleine Mann sagte nur immer: njet (nein). Dann griff Mr. V zum Telefon . Er sprach kurz und reicht den Höhrer an den kleinen Mann weiter. Er wurde ganz freundlich und bat uns rein.

An der Wohnung angekommen, klopfte Mr. V an die Tür. Es öffnete niemand. Wir sahen uns um. Es war ein Wohnhaus. Wollten wir hier unseren Urlaub verbringen? Mr. V holte den kleinen Mann. Gemeinsam gingen sie an eine andere Tür. Eine junge Frau öffnete. Sie sprachen miteinander. Nachdem die Frau ganz oft und laut Njet rief, griff Mr. V wieder zum Telefon. Nachdem die Frau dann auch kurz den Hörer hatte, gab sie Mr. V den Schlüssel.

Nun könnten wir aufschließen. Mr. V versicherte uns nochmal, dass alles ganz neu ist und wir die ersten sind, die diese Wohnung bewohnen. Er sollte recht behalten. Denn nicht mal die Möbel hatten die Wohnung bisher betreten. Die Wohnung war leer. Richtig leer. Kein Sofa, kein Tisch, kein Bett. Nichts.

Mr. V meinte dann, das heute noch die Möbel bis 19 Uhr kommen. Wohl bemerkt kommen, nicht aufgebaut werden. Da hat es mir gereicht. Und ich danke meiner lieben Sara, dass ich mit ihr englisch lernen durfte. Denn es sprudelte in englisch nur so aus mir raus, was ich gerade dachte. Mr. V war sprachlos. Wir verlangten das Geld in bar zurück. Und ohne mit der Wimper zu Zucken, willigte er ein.

Wir gingen vor die Tür dort, bekamen wir dann das Geld zurück. Doch nun standen wir da. Wo sollen wir schlafen. Nach einer halben Stunde fanden wir was für die nächsten zwei Nächte. Das Abenteuer Baltikum geht weiter.

An Abend sind wir dann noch hinunter zum Strand gegangen. Auf den Schrecken gab es für jeden ein Eis.

Es ist sehr schön hier im Baltikum und wir lassen und den Spaß nicht verderben.

Ein Gedanke zu “Obdachlos?

  1. Hallo ihr drei,
    passt blos auf euch auf!!!!
    Schön das ihr es so sportlich seht.
    Ihr könnt ja im nächsten Jahr den Fläming erkunden. Die Unterkünfte stellen wir.
    Liebe Grüße Bernd und Doris

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